RWMC History

Sie sind hier:  >>> Über Uns 

Rolling Wheels MC History

Wir schreiben das Jahr 1976. Die Gurtpflicht wird für PKW vorne eingeführt. Mao Tse Tung stirbt in China und sechs junge Männer in Berlin (West) gründen den Motorrad Club Rolling Wheels Berlin. Bei diesen jungen Männern handelt es sich um Freunde, die ihre ganze Freizeit zusammen verbringen.
Harleys waren damals selten und sehr teuer. Außerdem wollte man eigentlich auch schneller sein. Also hatten die sechs schnelle Japaner, mit denen sie den Wedding unsicher machten und von einer Party zur anderen rasten. Viele neue Member kamen dazu und gingen wieder. Es war keine einfache Zeit. Man musste sich seinen Platz als MC in Berlin erkämpfen. Aber der Rolling Wheels MC setzte sich durch und wurde dann einer der großen Vier in Berlin. 1980 merkte man schließlich, dass Japaner doch nicht das Richtige für den Club waren. Also führte man die Harley-Pflicht ein. Der Rolling Wheels MC wurde ein echter Harley Club. Damals wurde Wert darauf gelegt, dass es richtige Chopper waren. Also hohe Lenker und hinten tief und starr. Die Harleys waren alt, die Member jung. Heute sind die Harleys jung. Das Fahren in einer Gruppe mit nur alten Harleys war genauso anstrengend wie amüsant. Ständig wurde angehalten, weil irgendetwas kaputt ging oder irgendetwas verloren wurde. Der Club fuhr damals öfter zur Ostsee, was manchmal wirklich lange dauerte. Dabei gründete er sein erstes Chapter im Norden Deutschlands. Es konnte sich aber nicht lange halten, weil die Anforderung der Berliner Rolling Wheels einfach zu hoch waren. Berlin war schon etwas besonderes. Auf einer dieser Fahrten lernten sie auch "Werner Brösel" kennen. Auf einer Rückfahrt nach Berlin versuchte er verzweifelt, die Wheels mit seiner alten Harley einzuholen. Als er es dann endlich schaffte, fragte er naiv: "Warum habt ihr nicht gewartet?" Dadurch ist dann eine echte Freundschaft entstanden, die bis heute anhält. Im Clubhaus der Rolling Wheels angekommen, verewigte Brösel sich gleich auf der Wand mit einem Gemälde. 1987 zog der Club in eine neue Clubbude nach Berlin Charlottenburg. Es war die Zeit, wo es ganz normal war, dass ein MC in Berlin ca. 30 Member hatte. Die Prospectzeit dauerte ungefähr ein Jahr. Danach mussten alle Member mit "Ja" stimmen, sollte aus einem Prospect ein Vollmitglied werden. Das ist auch heute noch so, einer der Gründe, warum die Member sich Brüder nennen. Lediglich die Taufe zum Vollmitglied hat sich doch verharmlost. Manche wurden geteert und gefedert, andere mussten Brücken hoch klettern, um ihr Ziel die Kutte zu bekommen, zu erreichen. Nicht jeden Brauch muss man beibehalten. Nach dem Mauerfall zog der Club nach Berlin Blankenburg. Dort wurde 1996 das erste Motorrad Wiesenfest (damals noch in Blankenburg) zum 20jährigen Bestehen der Rolling Wheels gefeiert. Der Club vergrößerte sich in gesunder Zeit immer mehr. Erst kam das Chapter Strausberg dazu, dann Rolling Wheels Nomads, Velten, Neuruppin und ein zweites Berliner Clubhaus in der Kopenhagener Straße. Gegründet wurde der Supportclub MC Dark Division mit drei Chaptern in Berlin, Neuruppin und Forst. Dazu gekommen ist als Supporter der MC Bloody Devils. Auch gibt es Supporter in Italien, USA, Kanada, Mexico und Südamerika. Der Motorrad Club Rolling Wheels ist inzwischen international geworden. Was natürlich bedeutet, dass sich gewisse Dinge verändert haben. Man hat viele befreundete Clubs im Ausland wie z. B. in Schweden, Norwegen, Luxemburg, Russland, Lettland, Serbien, Australien und Italien gefunden. Dadurch sind die Member auch viel unterwegs. Da der Rolling Wheels MC ein Motorrad Club ist, fahren die Member natürlich mit dem Motorrad zu den befreundeten Clubs. Es ist schade, dass dadurch die alten Harleys ausgemustert wurden. Aber bei den Kilometern, die der Club heute Jahr für Jahr zurücklegt, ist man mit den neuen Harleys doch besser bedient. Aber auch Traditionen werden im Club noch groß geschrieben: Zum Beispiel das Motorrad Wiesenfest findet jedes Jahr in Fehrbellin am letzten Augustwochenende statt. Auch auf die Weihnachtsfeier und die Motorradausfahrt zum 1. Mai legt der Club großen Wert. Aber der größte Wert liegt bei jedem Member der Rolling Wheels im Herzen, denn Rolling Wheels sein bedeutet mehr als nur Vergnügen.

Es ist eine Lebenseinstellung - und dies nun schon seit 35 Jahren!

[back]